Aktuell /Termine 
Aktuell /Termine 
Aktuelles vom Ortsverband
25.10.2008
Ausbildungskooperation Frickenhausen: Viele Vorteile für Lehrlinge und Ausbilder

Wettbewerb besser präsentieren

Dieser Artikel erschien am Samstag, 25.10.2008 in der Nürtinger Zeitung




Betriebe der Ausbildungskooperation Frickenhausen sind sich sicher: „Durch gemeinsamen Auftritt können wir uns im Wettbewerb ganz anders präsentieren“.

So geschehen erst vor wenigen Wochen bei der Berufsinformationsbörse (BORS) in Neckartenzlingen, bei der das dritte Ausbildungsjahr der Wohlhaupter GmbH das Frickenhäuser Unternehmen repräsentiert hat. Zusammen mit den anderen fünf an der Ausbildungskooperation beteiligten Firmen hat man dort auf einem Gemeinschaftsstand, wie in den Vorjahren auch, die Vorzüge einer Ausbildung in einem der Mitgliedsunternehmen herausgestellt. Von diesem Netzwerk profitieren beide Seiten – die Ausbildungbetriebe und die Lehrlinge.

Die Ausbildungskooperation Frickenhausen spielt eine Art Vorreiterrolle vergleichbarer Initiativen in der Region. Sie entstand Ende der 90er-Jahre, als die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen unter Federführung von Professor Günter Ebert in Zusammenarbeit mit dem BDS Frickenhausen ein überbetriebliches Regionalkonzept entwickelte. Eine Arbeitsgruppe widmete sich verstärkt dem Themenkomplex Personal, dabei insbesondere dem Bereich Ausbildung. Daraus entwickelte sich die Ausbildungskooperation Frickenhausen. Heute gehören dazu die Firmen AFL Stribel Production GmbH, Bock Kältemaschinen GmbH, Eima Maschinenbau GmbH, Greiner Bio-One GmbH, Hema Heermann Maschinenbau GmbH und Wohlhaupter GmbH.

Gemeinsamer Auftritt

In diesem Zusammenschluss sehen die Firmen entscheidende Vorteile. „Durch einen gemeinsamen Auftritt können wir uns im Wettbewerb ganz anders präsentieren. Und damit sind auch wir für Realschulabgänger interessanter geworden. Die Qualität der Bewerber hat sich dadurch erheblich verbessert“, so die Beobachtung von Frank Wohlhaupter, Geschäftsführer der Firma Wohlhaupter. Und Rainer Heermann, Geschäftsführer von Hema, ergänzt: „Durch die Ausbildungskooperation ist es auch kleineren Betrieben möglich, auszubilden. Konkretes Beispiel ist, dass die Firma Wohlhaupter bereits mehrfach einen der Lehrlinge aus unserem Haus im ersten Lehrjahr mit ausgebildet hat.“ So hat sich die Ausbildungskooperation in der Vergangenheit auch regelmäßig bei Lehrstellenbörsen oder Schulveranstaltungen präsentiert oder Tage der offenen Tür im Industriegebiet in Frickenhausen initiiert. Hier wird die Chance genutzt, sich auf regionaler Ebene vorzustellen und Interessierten zu zeigen, welche Möglichkeiten sich quasi direkt vor der Haustür bieten.

Die Firmen, die sich an der Ausbildungskooperation beteiligen, stehen in engem Kontakt zueinander und die Ausbilder tauschen sich regelmäßig aus, beispielsweise auch über neue Ideen. Dadurch ist ein Netzwerk auf vielen Ebenen entstanden. Auch und besonders die Lehrlinge profitieren von diesem Verbund. Die Möglichkeit, andere Betriebe kennenzulernen, gemeinsame Lehrgänge und Seminare sowie Freizeitaktivitäten bringen interessante Facetten in die Ausbildungszeit. Die beteiligten Firmen sind sich der Bedeutung einer guten Ausbildung für die Zukunft bewusst: „Angesichts des demografischen Wandels müssen wir verstärkt ausbilden“, so Frank Wohlhaupter. Die Tendenz geht Richtung Facharbeiter. Dabei spielt auch das Firmenzugehörigkeits-Gefühl eine wichtige Rolle, wie Wohlhaupter verdeutlicht: „ 40 Prozent unserer Mitarbeiter haben ihre Ausbildung bei uns im Haus gemacht.“ Eines gibt Frank Wohlhaupter Berufsstartern mit auf den Weg: „Die Ausbildung ist der Anfang, danach stehen euch alle Türen offen und ihr könnt euch beruflich, den persönlichen Neigungen entsprechend, entwickeln. Aber das technische Rüstzeug ist notwendig als Basis für alle Bereiche in unserem Unternehmen wie auch unserer Branche.“

 


Zurück zur Übersicht